Nils Bloom, Einrichtungsleitung der Psychologischen Beratungsstelle, nennt ein paar Punkte, die wichtig und vor allem entlastend im Umgang mit dem Thema Übertritt sind.
Die Bedeutung des Übertritts im Kontext der gesamten Schullaufbahn relativieren. Bildungskarrieren können sehr vielfältig sein und ein Wechsel der Schulart oder das Nachholen eines Bildungsabschlusses ist heutzutage auf unterschiedlichen Wegen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten möglich.
Kindliche Entwicklung verläuft unterschiedlich. Ein sozialer Vergleich bringt deswegen häufig viele Schwierigkeiten mit sich. Hilfreich ist häufig vielmehr der Fokus auf das individuelle Kind, sowie dessen Entwicklungsstand, Bedürfnisse und Lernbiografie.
Interesse und Motivation fördern und erhalten. Die Schulzeit ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Auf lange Sicht ist das Interesse, und damit verknüpft auch die Motivation, eines Kindes viel wichtiger als der Notenschnitt in einem bestimmten Schuljahr.
Kinder mitentscheiden lassen. Für intrinsische Motivation und damit langfristigen schulischen Erfolg von Kindern sind Möglichkeiten der Mitbestimmung wichtig. Beziehen Sie Ihr Kind in die Entscheidungen rund um den Übertritt mit ein.
Soziales Umfeld berücksichtigen. Für Kinder (und ihre schulische Motivation) ist es häufig sehr wichtig auf welche Schule befreundete Kinder gehen. Das darf und sollte bei der Übertrittsentscheidung mitberücksichtigt werden.
Kinder sind mehr als ihre Schulleistungen. Besonders in der Phase des Übertritts kann es wichtig sein, Kinder auch für außerschulische Erfolge zu loben. Ausreichende Zeiten für Hobbies und andere Aktivitäten sind dabei besonders wichtig. Diese bieten Kindern einen Erfahrungsraum für Persönlichkeitsentwicklung.
