11Mär

Mütter waren abgeschrieben

„Es ist wirklich Gold wert“, lässt Daniela Rößler ihrer Erleichterung freien Lauf, „dass wir den Mehrzweckraum wieder zur Verfügung haben“. „Endlich…

„Es ist wirklich Gold wert“, lässt Daniela Rößler ihrer Erleichterung freien Lauf, „dass wir den Mehrzweckraum wieder zur Verfügung haben“. „Endlich können die Kinder wieder turnen.“ Während der Zeit, als im Kinderhaus Tegernheim gebaut wurde, diente der Raum mit Klettergerüst monatelang als Ausweichquartier für eine Kindergartengruppe. Als der Anbau fertig und eingerichtet war, kam der zweite Lockdown.

Seit Ende Februar hat die Gruppe der „Großen“, die Vorschulkinder, die neuen Räume in Beschlag genommen. Hier toben sie sich aus oder fabrizieren mit viel Ausdauer und Konzentration Tierbilder, jahreszeitliche Motive wie jetzt zu Ostern oder eigene Fantasielandschaften. Den neuen Speiseraum nutzen mehrere Gruppen, streng nacheinander, immer desinfiziert und ohne Kontakt untereinander, damit bei einem Coronaverdacht nur eine Gruppe in Quarantäne geschickt werden muss und nicht mehrere.

Wenn in nächster Zeit die Ansteckungsgefahr deutlich nachlässt und draußen der Garten, wo gerade ein Bagger Gräben zieht, wieder genutzt werden kann, „findet auch eine Einweihungsfeier für den Neubau statt“, versichert Rößler, die das Kinderhaus seit Langem leitet. Unter den jetzigen Umständen mit voneinander getrennten Gruppen und vielen Hygienemaßnahmen, die genauestens eingehalten werden, ist das „oft ziemlich kompliziert und stressig“. Dennoch genießt es Rößler, selbst Mutter zweier Kinder, wenn sie sieht mit welcher Begeisterung und Freude die Kinder wieder täglich ins Kinderhaus kommen. „Als die sich wieder gesehen haben, waren die Mütter sofort abgeschrieben“, schildert die krisenerprobte Erzieherin lachend die Rückkehr zum normalen Kita-Betrieb.

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