Gewalt in Familien und Partnerschaften kann in unterschiedlichen Formen auftreten und hat häufig starke psychische Auswirkungen. Für Betroffene – meist Frauen und ihre Kinder – können dabei schwerwiegende Folgen entstehen. Das gilt sowohl dann, wenn sie selbst von Gewalt betroffen sind, als auch wenn sie Gewalt in ihrem Umfeld miterleben.
Statistiken zeigen die Dimension des Problems: Fast jede zweite Frau erfährt im Laufe ihres Lebens psychische Gewalt in der Partnerschaft, bei Männern sind es 40 Prozent. Zudem sind mehr als 16 Prozent aller Frauen in Deutschland sind von körperlicher Gewalt betroffen.
Nils Bloom, Leiter der Psychologischen Beratungsstelle betont: „Beim Thema häusliche Gewalt denken viele zunächst an körperliche Gewalt und ihre gravierenden Auswirkungen auf die Betroffenen. Doch Gewalt und Grenzverletzungen in Familien können in unterschiedlichen Formen auftreten. Egal ob körperliche, verbale, sexualisierte, emotionale, psychische oder ökonomische Gewalt – für Betroffene ist neben einer rechtlichen auch eine psychosoziale Unterstützung wichtig. Wenn Gewalt ausgeübt wird entstehen in Familiensystemen häufig viele Herausforderungen und Fragen in Bezug auf Erziehung, Elternschaft und Paarbeziehung. Neben der Prävention sollten dabei stets der Schutz und die Bewältigungshilfe für Betroffene, das sind häufig Frauen und Kinder, im Vordergrund stehen.“
Unsere Psychologische Beratungsstelle bietet Betroffenen psychologische und psychosoziale Unterstützung. Wir beraten und begleiten Menschen im Umgang mit den Folgen von Gewalt, bei Herausforderungen im Familienalltag oder bei auffälligen Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, Betroffene zu stärken, Ressourcen zu aktivieren und neue Perspektiven zu entwickeln. Eine rechtliche Beratung oder Begleitung bieten wir nicht an, unterstützen jedoch dabei, passende Hilfs- und Beratungsangebote zu finden.
„Eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene finden bei uns ein freiwilliges, kostenfreies und vertrauliches Beratungsangebot durch sensible und professionelle Fachkräfte“, so Nils Bloom.
Betroffene aller Formen von häuslicher Gewalt können sich an unsere Beratungsstelle wenden. Die Beratung ist freiwillig, kostenfrei und vertraulich.
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