21Jan

„Unklare Formen“ bei Corinth entdeckt

Sie wolle sich inspirieren lassen, erklärt eine Frau und ein Praktikant der Ostbayerischen Hochschule bezeugt, er sei „neugierig und interessiere“ sich für Kunst.

Sie wolle sich inspirieren lassen, erklärt eine Frau und ein Praktikant der Ostbayerischen Hochschule bezeugt, er sei „neugierig und interessiere mich für Kunst“. Der Student begleitete eine Gruppe Frauen und Männer unterschiedlichen Alters, die im Kunstforum Ostdeutsche Galerie (KOG) „KunsTRäume entdecken“ wollten. Gabriele Kaskova, Pressesprecherin im KOG und Kunsthistoriker, hatte die Idee zu dieser Kunstbetrachtungsreihe und setzt sie seit rund einem Jahr mit Besuchern des Tageszentrum der Diakonie in regelmäßigen Abständen um.

Etwa alle sechs Wochen lädt sie zur Betrachtung eines vorab ausgewählten Bildes ein. Diesmal war es eine Strandszene des ostpreußischen Malers Lovis Corinth, der zu den wichtigsten Malern des deutschen Impressionismus zählt. Kaskova fragte, welche Gefühle „Am Strand von Forte die Marni“, kurz vor Ausbruch des Krieges 1914 im Freien gemalt, bei den Teilnehmern auslöse. Es wirke „sehr lebendig“, sei „gut getroffen“ und habe „Tiefe“,  aber auch „unklare Formen, die sich auflösen“, lauteten einige der Antworten. In großen Zügen skizzierte die Kunsthistorikerin Leben und Werke des Malers. Die Entstehung des Strandbildes mit der Ehefrau und dem Sohn des Malers erläuterte sie im persönlichen und historischen Kontext und erntete dafür viel Applaus seitens der Teilnehmenden, von denen die meisten beim „nächsten Mal unbedingt wieder mit dabei“ sein wollen.

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