14Aug

Diakonie hat neuen Finanzchef

„Es ist für mich extrem spannend“, sagt Helmut Heyer über seinen neuen Job. „Jeden Tag lerne ich mehr kennen, wie lebendig und vielfältig die Diakonie ist.“

Der gelernte Volkswirtschaftler führt bei dem kirchlichen Sozialunternehmen den Bereich Finanzen und zentrale Dienste. Früher war das der klassische Verwaltungsleiter, heute gehört mit Steuerungs- und Planungsaufgaben einiges mehr dazu.

Der heute 49-jährige gebürtige Regensburg ist durch eine Art Sinneswandel zur Diakonie gekommen. Nach mehreren Jahren bei einem Tochterunternehmen der Sparda-Banken hat er den „starken Wunsch nach dem sozialen Bereich verspürt“, wo er gleichzeitig seine erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse einsetzen könne. Dabei ist er auf ein Stellenangebot aufmerksam geworden, welches diesem Wunsch exakt zu entsprechen schien. Beim Vorstellungsgespräch fügte sich dieses Angebot schließlich „zu einem komplett schlüssigen Bild“. Die Aufgabenstellung passte zu seinem Profil, Dienstsitz ist Regensburg. „Damit fällt die tägliche aufwändige Pendelei weg“, und es „war für mich ein bisschen wie Heimkommen“, beschreibt Heyer seine Gefühlslage. Er sei in der Gesandtenstrasse aufgewachsen und in der Dreieinigkeitskirche konfirmiert worden, die dem Alumneum gegenüber liegt.

Besonders wohltuend sei, dass „ich endlich wieder mit dem Rad in die Arbeit fahren kann.“ Außerdem will der Ex-Banker wieder mehr Sport treiben und „etwas für den Körper tun.“ In der Zeit in der Beratungsbranche habe das „Thema Sport überhaupt keine Rolle mehr gespielt“. Neben dem Fahrrad fahren und Wandern nutzt Heyer auch die Möglichkeiten eines Studios um sich fit zu halten und den Rücken zu stärken.  Darüber hinaus genießt er es, wieder mehr Zeit mit Frau und Freunden in der Regensburger Altstadt und in der Natur zu verbringen.

Praktisch vom ersten Tag an habe er sich im neuen Job „unheimlich gut aufgenommen gefühlt“, staunt der Finanzexperte, der im IT-Bereich einen weiteren Schwerpunkt hat. Der Einstieg bedeute für ihn „eine 180-Grad Kulturwende“ gegenüber der Beratungsbranche. Auf die Frage, ob er in der bisherigen Branche nicht deutlich mehr verdient habe, meinte er, Geld sei zwar wichtig, „aber längst nicht alles“. In der Diakonie würde viel Wert auf ein gutes Miteinander gelegt, das komme seinem Wunsch sehr entgegen. „Ich habe nach etwas Sinnhaftigerem gesucht“, gibt er zu verstehen. Als Wohlfahrtsverband würde bei der Diakonie ein Beitrag zum Dienst an Menschen geleistet und das sei etwas, „was mit Geld nicht wirklich bemessen werden kann!“

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