20Dez

"…und plötzlich geht wieder etwas!"

Jahresansprache an die Mitarbeitenden

„Wer sich wandelt, bleibt sich treu“. Mit einer abgewandelten Songtext-Zeile von Wolf Biermann präsentierte Vorstandsfrau Sabine Rückle-Rösner ihre Jahresansprache an die Mitarbeitenden bei der Weihnachtsfeier. „Ohne Entwicklung droht die Gefahr des Stillstands“, zielte sie auf verhärtete Gefüge, „und des Verharrens in vielleicht vertrauten, aber nicht mehr zeitgemäßen Strukturen.“ Auch in der Diakonie müsse sich die Arbeit an die politischen, sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen anpassen. Anschließend zählte sie einige der Entwicklungen des zurückliegenden Jahres auf:

• Ein Novum nannte sie das präventive Ernährungsprojekt beim Betreuten Jugendwohnen, das von der AOK Regensburg unterstützt und finanziert wird. • Im Argula-von-Grumbach-Haus ist eine neue Küche eingebaut worden. Der neue Eigentümer AviaRent plant weitere Investitionen. Für das Leonhard-Kaiser-Haus, Senioreneinrichtung in Bogen ist eine Neukonzeptionierung der Pflegeangebote sowie eine grundlegende Sanierung mit Neuanbau geplant und beschlossen. • Im Johann-Hinrich-Wichern-Haus hat ein gemeinsames Theaterprojekt die Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde St. Matthäus neu gefördert. Was die Erweiterungspläne des JHWH betrifft, hoffen alle auf einen baldigen Sinneswandel und Prioritätenwechsel bei der Ev. Wohltätigkeitsstiftung. • Das Konzept der offenen Seniorenbegegnungsstätte im Gustav-Adolf-Wiener-Haus muss verändert, weiterentwickelt und neugestaltet werden, um die Arbeit weiterführen zu können.  • Die Asylsozialberatung, die jetzt Flüchtlings- und Migrationsberatung heißt, konnte um zwei Teilzeitstellen erweitert werden. • Erstmals ist die Diakonie in Regensburg auch stolze Trägerin eines Quartiersmanagement.

Zuvor hatten Dekan Eckhard Herrmann und Pfarrerin Pfarrerin Sibylle Thürmel eine Andacht gehalten. Bei der ermutigte Herrmann auf Gott zu vertrauen und seine „Vorstellungen von einem gelingenden Leben“ umzusetzen. „In Ihren Begegnungen und Gesprächen mit Menschen, die in ihrem Leben an scheinbar unüberwindliche Grenzen stoßen ... und denen Sie durch Ihr Reden und Handeln eine Tür ... und damit wieder eine Lebensperspektive eröffnen.

Paare, die sich nichts mehr zu sagen haben.

Eltern, die ihre Kinder nicht mehr erreichen.

Menschen, die sich finanziell übernommen haben.

Frauen und Männer, die nicht mehr allein leben können.

Flüchtlinge, die sich in unserer Kultur und unserer Gesellschaft nicht zurechtfinden.

Und plötzlich ... geht wieder was. Es gäbe viele Beispiele, die zeigen, wie Sie mit Ihrem Dienst dazu beitragen, dass das Leben von Menschen wieder gelingen ... oder wieder besser gelingen kann. Durch Koalitionen der Freundlichkeit, der Menschlichkeit, des Für-andere-Daseins. Dafür möchte ich Ihnen allen von Herzen danken.“

Zurück