11Dez

Mit gefüllten Socken, ohne Krampus

„Ich hör ihn, ich hör ihn, ich hör ihn vor dem Haus“ sangen die die Kinder, da sah durch die Milchglasscheibe im Flur schon einen großen Schatten auf den Turnraum zukommen.

Es war - natürlich - der Nikolaus, der ohne seinen groben Knecht Rupprecht, dafür mit einem gefüllten Sack irgendwie ins Kinderhasu gekommen war. „Wisst ihr Kinder, wie der Nikolaus hereingekommen ist?“, schaute Leiterin Daniela Rößler fragend in die Runde. Nikolaus lieferte selbst die Antwort, es wisse doch jeder, dass er überall hineinkomme. Auch wisse er, was alles passiert sei, wer brav und weniger brav gewesen sei. Das würde ihm seine Engel sagen, die ihn das ganze Jahr hindurch unterstützten und überall vorbeischauen würden. Er zählte ein paar Missetaten auf und ermahnte die Kinder künftig weniger laut und wild zu sein, vor allem am Mittagstisch. Nach einem Gedicht, das die Kinder für ihn aufsagten, griff er zusammen mit Rößler immer wieder in seinen großen Sack und fischte einen gefüllten Sochen nach dem anderen heraus. Reihum bekam jedes Kind einen Socken geschenkt - und danach verabschiedete sich der ehiloige Gabenbringer wieder.  

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