Über Impro-Theater zum eigenen Stück

„Hat noch wer eine Idee, was man mit Spülhandschuhen, einer Rassel und einer Gießkanne darstellen kann“, fragt Jessika Schilling mit ansteckendem Eifer in die Runde. Um sie herum sitzen Kinder vom nahen Kindergarten St. Matthäus, Bewohner und eine Betreuerin im Saal des Johann-Hinrich-Wichern-Hauses (JHW-Haus), insgesamt 15 Personen. Sie nehmen an einem Projekt teil, an dessem Ende eine Theateraufführung zur 20-Jahr-Feier im Juli stehen soll. Es ist ein ehrgeiziger Plan, den die beiden Kursleiterinnen Schilling und Nicole Rak verfolgen. Auf Einladung von Werkstattleiter Günther Helfrich wollen sie mit der Gruppe ein eigenes Stück entwickeln und inszenieren. Für sie ist es die praktischer Baustein in ihrer Ausbildung zu Kunsttherapeutinnen, die sie an der Regensburger Schule für Kunsttherapie, der ag-kunsttherapie, aktuell absolvieren.

Seit März kommen die beiden Studentinnen einmal in der Woche ins Wichern-Haus. Sie machen mit den Teilnehmerinnen Lockerungs- und Bewegungsübungen, Sprechtraining, geben kleine Aufgaben vor und lassen sie manchmal nach Vorgaben Impro-Theater spielen. Auf diese Weise wächst die Gruppe langsam zusammen, die kleinen und erwachsenen Schauspieleleven lernen sich immer besser kennen und trauen sich auch immer mehr. Mit zunehmendem Selbstbewusstsein fangen sie dann an Ideen zu entwickeln und aus diesen Umrissen heraus ein gemeinsames Stück zu entwickeln. Neben der Kirchengemeinde St. Matthäus ist auch der Bürgerverein Süd-Ost in dem Projekt engagiert.