Psychologen organisieren KSPG-Kurs: „ein Schnäppchen“

Der „Name ist ein wenig unglücklich“, zieht Timo Jansen die hohe Stirn in Falten. Seit drei Jahren bietet der Sozialpädagoge den „Kurs für seelsorgerliche Praxis und Gemeindearbeit“, kurz KSPG, zusammen mit der Psychologin Martina Schäfer bei der Diakonie Regensburg an. Im Prinzip geht es dabei „um Gesprächsführung, Kommunikation und letztlich um Kompetenzen in der Arbeit mit Menschen“, erläutert Jansen. Weil der Kurs von der Evangelischen Landeskirche gefördert wird, trägt er den sperrigen Namen und richtet sich auch in erster Linie an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende, die „im weitesten Sinn kirchlich tätig sind“. Neben klassischen Berufsgruppen wie Pfarrer und Pfarramtssekretärinnen können „ auch Religionspädagogen, Lehramtsstudenten oder in der offenen Jugendarbeit Tätige teilnehmen“, umreißt der gebürtige Münchner den Teilnehmerkreis.  

Seit mehr als drei Jahrzehnten führt die Beratungsstelle regelmäßig die berufsbegleitende Fortbildung durch. Der Intensivkurs dauert rund ein Jahr und findet, nach einer zweitägigen Anfangs- und einer Abschlusstagung, im vierzehntätigen Rhythmus jeweils montags in der Beratungsstelle statt. „Das besondere an unserem Kurs ist“, geht Jansen auf das inhaltliche Vorgehen ein, „dass sich die Teilnehmer eigene Fälle mitbringen können“. Dabei sei es egal, „ob das etwas aus der Arbeit oder der Konflikt mit der bösen Schwiegermutter ist“. Anhand solcher Fälle würde die Form der Gesprächsführung, „nach Rodgers oder eines anderen Formates“, gewählt und während der gesamten Kursdauer immer wieder aufgegriffen. „So haben wir mehrere individuelle rote Fäden“, die den KSPG-Kurs „zu einer echten Alternative machen“, ist sich Jansen sicher. Zudem sei er „ein Schnäppchen“, weil es Zuschüsse von der Landeskirche gibt. Wenn sich genügend Interessenten finden, die jeweils zu einem Vorgespräch eingeladen werden, beginnt ein neuer Kurs im Herbst, ansonsten im Frühjahr 2019.

Anmelden kann man sich bei der Psychologischen Beratungsstelle der Diakonie in der Prüfeninger Strasse, über Email oder telefonisch über 0941 2977111. Dort sind auch nähere Infos erhältlich.