Gemeinsam singen und tanzen

"Grias de" - mit diesem Bewegungslied haben die Kinder des KoAla-Nests am "Aktionstag Musik" die Kinder  vom Nachbarkindergarten St. Josef begrüßt. Die hatten noch "Die Maus auf Weltraumreise" mitgebracht, während die emsigen KoAla-Kinder "Die Affen rasen durch den Wald", "Die Frösche" und "Backe,backe Kuchen" fürs gemeinsame Singen vorgeschlagen hatten. Begleitet von einer Gitarre wurden die ganzen Lieder zusammen gesungen und dazu getanzt. Auch die Krippenkinder waren mit dabei. Ein paar von den Krippenkindern haben sich sogar getraut bei der Maus auf Weltraumreise mit im Kreis zu sitzen. Eines wollte beim Dornröschen-Lied die Hecke spielen. Nach weit mehr als einer Stunde packten die St.-Josef-Kinder wieder ihre Siebensachen und liefen mit den Erzieherinnen zurück in ihren Kindergarten.

Den "Aktionstag Musik" gibt es seit 2013 in Bayern. Dabei geht es ums "ZusammenSingen!" Damit wird zu einer Stärkung der Musik an Kindertageseinrichtungen und Schulen beigetragen. Kinder singen und musizieren mit anderen und erleben die Kraft der Musik unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft. Dieses gemeinsame Musikerlebnis macht Freude, baut Schranken ab und stärkt den Zusammenhalt. Dieses Erlebnis soll Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit anderen möglich sein.




Psychologen organisieren KSPG-Kurs: „ein Schnäppchen“

Der „Name ist ein wenig unglücklich“, zieht Timo Jansen die hohe Stirn in Falten. Seit drei Jahren bietet der Sozialpädagoge den „Kurs für seelsorgerliche Praxis und Gemeindearbeit“, kurz KSPG, zusammen mit der Psychologin Martina Schäfer bei der Diakonie Regensburg an. Im Prinzip geht es dabei „um Gesprächsführung, Kommunikation und letztlich um Kompetenzen in der Arbeit mit Menschen“, erläutert Jansen. Weil der Kurs von der Evangelischen Landeskirche gefördert wird, trägt er den sperrigen Namen und richtet sich auch in erster Linie an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende, die „im weitesten Sinn kirchlich tätig sind“. Neben klassischen Berufsgruppen wie Pfarrer und Pfarramtssekretärinnen können „ auch Religionspädagogen, Lehramtsstudenten oder in der offenen Jugendarbeit Tätige teilnehmen“, umreißt der gebürtige Münchner den Teilnehmerkreis.  

Seit mehr als drei Jahrzehnten führt die Beratungsstelle regelmäßig die berufsbegleitende Fortbildung durch. Der Intensivkurs dauert rund ein Jahr und findet, nach einer zweitägigen Anfangs- und einer Abschlusstagung, im vierzehntätigen Rhythmus jeweils montags in der Beratungsstelle statt. „Das besondere an unserem Kurs ist“, geht Jansen auf das inhaltliche Vorgehen ein, „dass sich die Teilnehmer eigene Fälle mitbringen können“. Dabei sei es egal, „ob das etwas aus der Arbeit oder der Konflikt mit der bösen Schwiegermutter ist“. Anhand solcher Fälle würde die Form der Gesprächsführung, „nach Rodgers oder eines anderen Formates“, gewählt und während der gesamten Kursdauer immer wieder aufgegriffen. „So haben wir mehrere individuelle rote Fäden“, die den KSPG-Kurs „zu einer echten Alternative machen“, ist sich Jansen sicher. Zudem sei er „ein Schnäppchen“, weil es Zuschüsse von der Landeskirche gibt. Wenn sich genügend Interessenten finden, die jeweils zu einem Vorgespräch eingeladen werden, beginnt ein neuer Kurs im Herbst, ansonsten im Frühjahr 2019.

Anmelden kann man sich bei der Psychologischen Beratungsstelle der Diakonie in der Prüfeninger Strasse, über Email oder telefonisch über 0941 2977111. Dort sind auch nähere Infos erhältlich.