Leo-Häusler beim Schäferhundverein

Schon viele Jahre besteht eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Schäferhundverein  Bogen und dem Leonhaard-Kaiser-Haus. Einmal im Jahr beschert der Verein den Senioren des Leo-Hauses einen schönen Nachmittag am vereinseigenen Übungsplatz. Mitglieder des Vereins versorgten die Senioren und die Helfer mit Kaffee und Kuchen, kalten Getränken und saftigen Leberkassemmeln. Zur Unterstützung der Mitarbeiter meldeten sich viele Ehrenamtliche und auch Angehörige. So war es uns möglich mit 52 Personen, einschließlich der mit Helfer*inen, der Einladung zu folgen. Bürgermeister Franz Schedlbauer bedankte sich bei den engagierten Vereinsmitgliedern, den vielen Helfern und der Presseverreterin Dorothea Wolf. Stimmung brachte ein Musiker aus den Reihen des Vereins in die Nachmittagsrunde.




„Teilhabe am Leben ermöglichen“

Einen „Garten Eden mitten in der Stadt“ hat Bürgermeister Jürgen Huber das sozialtherapeutische Wohnheim Johann-Hinrich-Wichern-Haus genannt. Bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der diakonischen Einrichtung für psychisch kranke Menschen, hob er die Bedeutung der Arbeit mit den Bewohnern hervor und bescheinigte dem Team: „Sie sind vorbildlich!“ Pfarrerin Marjaana Marttunen-Wagner von St. Matthäus gab Bewohnern und Mitarbeitenden in ihrem Grußwort ebenfalls zu verstehen – „Ihr seid die wahren Helden“. Zusammen mit Pfarrer Dr. Anton Hierl von St. Anton, der sich über die Selbstverständlichkeit freute als katholischer Geistlicher immer wieder eingeladen zu sein, sprach sie ein Gebet und segnete die Veranstaltung. Dr. Benedikt Schreiner, Leiter der Sozialverwaltung des Bezirks, sah als Vertreter des Bezirkstagspräsidenten darin „eine Aufgabe und eine Verpflichtung“, um den hier lebenden Menschen „eine Teilhabe am Leben zu ermöglichen“. In der „guten Zusammenarbeit mit dem Wichern-Haus“ sieht er die Voraussetzung für die weitere Entwicklung, die nach dem Bundesteilhabegesetz „wesentlich von den Bewohnern mitbestimmt“ werde.

Seit der Eröffnung 1998 haben „154 Menschen hier ein Zuhause gefunden“, verdeutlichte Peter Rummel, der Leiter des Wohnheims in seiner Begrüßung. Die hatte er als anonymen Brief aus Amerika getarnt und konnte so ungeniert die „lange Wartezeit“ für den genehmigten Erweiterungsbau in Richtung Dr. Helmut Reutter loswerden. Als Leiter der Evangelischen Wohltätigkeitsstiftung, der das Grundstück gehört, tritt dieser als Bauherr auf. Weitere Grußworte steuerten Thomas Blecher vom Heimbeirat und Sieglinde Keim vom Angehörigenverein ApK e.V. bei. Diakoniechefin Sabine Rückle-Rösner, richtete ihr Schlusswort direkt an Rummel: „Ihr Herz schlägt seit 35 Jahren für die psychisch Kranken und für ihre Mitarbeitenden.“ Das Wichern-Haus sei „ein Erfolgsmodell“ und viele Mitarbeitende von Anfang dabei. Das nahm sie zum Anlass und zeichnete Ilse Malle, Monika Schweiger, Helga Kinateder-Jehl und Günter Helfrich von der Kreativwerkstatt mit einer Urkunde von der Diakonie Bayern für ihr 20-jähriges Dienstjubiläum aus.

Im Saal des Wichern-Haus stellten anschließend Bewohner und Kinder des Kindergartens St. Matthäus das selbst entwickelte Theaterstück „Das Wichern-Haus rettet das Fantasieland“ vor. Gefördert von der Aktion Mensch, haben die angehenden Kunsttherapeutinnen Nicole Rak und Jessika Schilling das märchenhafte Stück in monatelanger Vorbereitung mit Bewohnern und Kindern einstudiert, die Dialoge geschrieben und auch das Bühnenbild selbst gebaut.  




Kletterwand und weißeln fürs „Spatzennest“

Ob sie eine soziale Einrichtung wüsste, die praktische Unterstützung bräuchte? Lange musste Tanja Schmaus, Leiterin des Kindergartens Spatzennest nicht überlegen, als eine Mutter um eine Empfehlung für ein „social sponsoring“ bat. „Unsere Turnraum müsste wieder mal gestrichen werden“, meinte Schmaus spontan. Im Unternehmen erklärte die aufgeweckte Mama noch- in welchem sie arbeite, hätten sie beschlossen heuer in der Weihnachtszeit kein Geld mehr zu spenden. Stattdessen sei man übereingekommen, etwas Konkretes zu tun, praktische Hilfe zu leisten.

Ein Termin war bald gefunden und kürzlich rückte das gesamte Team von „Hoppe7“, einer Marketingagentur, früh morgens an. Neun Mann – und Frau – hoch machten es sich ans Werk, rückte Turnmatten zusammen, klebte Fenster und Türen ab und legte mit sichtlichem Vergnügen los. Ab und an steckten Kinder ihre Nasen herein und am frühen Nachmittag erstrahlte der Turnraum wie in einer Waschmittelwerbung im schönsten Weiß. Zusätzlich wurde noch eine nagelneue Kletterwand an die Wand montiert, die mit Unterstützung der Agentur angeschafft worden ist. „Die Kletterwand“, erklärte Peter Fuermetz, der das Unternehmen vor sieben Jahren gegründet hat, „gehört für uns mit zum Sponsoring. Kinder brauchen so etwas“, lächelt der sozial eingestellte Manager leise.